Demokratie mit allen Sinnen
Politik trifft uns mit allen Sinnen! 💥Gerade emotionale oder abstrakte Themen werden begreifbar, wenn wir sie 👀 sehen, 🎧 hören, 🍋 schmecken oder ✋ fühlen. Die Methode nutzt sinnliche Zugänge, um Gespräche 💬 über Demokratie zu ermöglichen.

Auf einen Blick
⁉️ Was brauchts?
Lernziele: Demokratie erfahrbar machen, Gesprächsanlässe schaffen
Gruppengröße: min. 2 Personen
Dauer: ca. 60 Minuten
Material: Bluetooth-Box, Smartphone, Bildkarten (z. B. Dixit), Tastmaterialien, Duftgläser, Bonbons
Format: analog
Der Ablauf
1. Einstieg
Zu Beginn führt die Fachkraft in die Methode ein. Ziel ist es, Demokratie sinnlich zu erschließen und politische Begriffe über persönliche Eindrücke
zugänglich zu machen. Die Teilnehmenden werden eingeladen, sich offen und wertfrei auf die Sinneseindrücke einzulassen.
2. Stationen erleben
An fünf Stationen erschließen die Teilnehmenden zentrale Begriffe der Demokratie über ihre Sinne. Beim Hören regen
Musikstücke
Hierfür eignen sich Songs, wie Demokratie (Die Ärzte), Zusammen (Fanta4 feat. Clueso) usw. Auch aktuelle Songs, die junge Menschen gerade hören, können genutzt werden
dazu an, eigene Assoziationen zu politischen Themen zu entwickeln, etwa zu Zusammenhalt, Konflikt oder Vielstimmigkeit. An der Station Sehen arbeiten sie mit
Bildern
z.B. Dixit-Karten oder Alltagsbilder
und bringen unterschiedliche Deutungen und Perspektiven ins Gespräch. Beim Fühlen ertasten sie verschiedene
Materialien
Am besten geeignet sind Materialien mit unterschiedlichen Oberflächen, wie Holz, Metall usw.
und übertragen ihre Eindrücke auf Erfahrungen mit z.B. Gerechtigkeit. Das Schmecken unterschiedlicher
Kostproben
z.B. Süßigkeiten, Obst, Schokolade usw.
dient als offener Impuls, um Erfahrungen mit Beteiligung, Vielfalt oder Entscheidungen zu reflektieren. Beim Riechen schließlich wählen sie einen
Duft
Die Düfte sollten stark riechen, um eine Assoziation hervorzurufen, z.B. Vanille oder Orange
, der für sie z.B. Veränderung symbolisiert, und reflektieren, wie Wandel in einer Demokratie wahrgenommen wird.
3. Reflexion
Die Eindrücke können in Kleingruppen oder im Plenum
ausgetauscht werden. Dabei geht es um persönliche Assoziationen, unterschiedliche Wahrnehmungen und gemeinsame Deutungen.
Tipps und Tricks
Die Sinnesstationen müssen nicht fest mit bestimmten Themen verknüpft sein. Die Assoziationen der Teilnehmenden stehen im Mittelpunkt.
Die Methode funktioniert auch in reduzierter Form. Einzelne Sinne lassen sich unkompliziert in Alltagssituationen oder andere Bildungsformate integrieren.
Plane genügend Zeit für den Austausch ein. Die individuellen Eindrücke brauchen Raum zur Deutung, ob in Kleingruppen oder im Plenum.
Nutze unterschiedliche Materialien, um vielfältige Sinneseindrücke und Deutungen zu ermöglichen.